Wirbelsäulenerkrankungen

Skoliose

Die Skoliose ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit Verdrehung, deren Ursache oftmals noch ungeklärt ist.

Entsprechend den Wachstumsphasen  muß vor allem in den ersten 5 Lebensjahren und während der Pubertät mit einer Progredienz gerechnet werden. Bei Mädchen, die im allgemeinen wesentlich stärker gefährdet sind, beginnt der Wachstumsschub zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr.

Die Skoliose verläuft ohne Schmerzen, wird aber durch einen Rippenbuckel und eventuellen Lendenwulst sichtbar.

Eine Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule ist unerlässlich und konkretisiert das Ausmaß der Verbiegung.

Leichte Veränderungen werden mit muskelkräftigender Physiotherapie behandelt.

Mittelgradige Veränderungen bedürfen einer Korsettbehandlung und Physiotherapie.

Schwergradige Veränderungen müssen u.U. operativ aufgerichtet werden.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die aktive Mitarbeit unserer Patientinnen bis zum Wachstumsabschluß.

Haltungsschwäche/Haltungsschaden

Kinder sitzen heute durchschnittlich 5-6 Stunden in der Schule und 3 Stunden vor Fernseher bzw. Computer.Insofern ist die Früherkennung von Haltungsschwächen von großer Bedeutung.
Bei der Haltungsschwäche ist die Deformierung aktiv und passiv korrigierbar ; die Kinder verspüren keinen Schmerz.

Im Vordergrund der Therapie steht die Erziehung des Heranwachsenden zur sportlichen  Betätigung.

Morbus Scheuermann

Beim „Scheuermann“ kommt es zu einer Wachstumsstörung an den Grund- und Deckplatten und keilförmige Deformierung der Wirbelkörper. Infolgedessen entwickelt sich eine zunehmende Kyphose (Rundrücken).Die Jugendlichen werden wegen Rückenschmerzen vorstellig..

Eine Röntgenuntersuchung sichert die Diagnose.

Therapie der Wahl ist eine intensive aufrichtende Krankengymnastik. Nur selten in sehr schweren Fälle ist ein Korsett erforderlich.